Focke stellvertretender Bundesvorsitzender – Junge Union tagt drei Tage in Inzell

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Nach zwölf Jahren unter der Regentschaft von Philipp Mißfelder endete am vergangenen Wochenende eine Epoche der Jungen Union. Da er mit 35 Jahren die Altersgrenze erreicht hat, konnte er für das Amt des Vorsitzenden nicht erneut kandidieren. „Philipp Mißfelder hat die Junge Union mit 117.000 Mitgliedern als größte Jugendorganisation in Europa etabliert und sie zu einer schlagkräftigen, inhaltlich starken Organisation geformt. Er wird auch trotz einiger kritischer Presseberichte in den vergangenen Monaten als ausgezeichneter Vorsitzender in die Geschichte der Jungen Union eingehen,“ so der Landesvorsitzende der Jungen Union im Landesverband Oldenburg, Josef Kuhlmann aus Lindern. Als neuer Bundesvorsitzender setzte sich der aus dem nordrhein- westfälischen Iserlohn stammende Paul Ziemiak in einer Kampfkandidatur gegen den durch die niedersächsischen Verbände vorgeschlagenen Benedict Pöttering durch. Einer seiner vier Stellvertreter wurde der Landtagsabgeordnete Ansgar Focke aus Ganderkesee, der bisher als Schatzmeister im Bundesvorstand mitgearbeitet hat. “Ich freue mich über das großartige Ergebnis von fast 80 Prozent. Als Vize-Chef der Jungen Union Deutschlands werde ich mich für die Belange der jungen Generation einsetzen und im Bundesverband Norddeutsche Interessen vertreten,“ so Focke. Die Junge Union konnte auf dem Treffen viele Redner mit bundespolitischer Bedeutung begrüßen. So sprachen neben der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem Agrarminister Christian Schmidt auch der ehemalige bayrische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber begrüßt werden, der in seiner Rede die „Boulevardisierung der Politik“ beklagte. Es können nicht alle Themen auf eine einfache Formel in maximal drei Sätzen gebracht werde, die jedem Bürger gefallen. Einhellig fiel die Kritik der Delegierten an der Haltung der CDU zur AfD aus. „Die Politik des Wegduckens kann hier nicht zielführend sein. Wir müssen den Schaumschlägern dieser Partei offensiv die Stirn bieten und ihre inhaltlich losen Floskeln aufdecken.“, so Kuhlmann.
Inhaltlich setzte sich die Junge Union im Landesverband Oldenburg mit ihren Sachanträgen zur Erhöhung des Rentenversicherungsbeitrags um 0,5 Prozentpunkte für Kinderlose ab dem 30 Lebensjahr durch, damit diese einen Beitrag zur Finanzierung des kürzlich beschlossenen Rentenpakets der Bundesregierung leisten können. Auch der Antrag zum Abbau der „kalten Progression“ fand die Zustimmung der Delegierten. So soll der steuerliche Grundfreibetrag an die Inflationsrate angepasst werden, damit die „kalte Progression“ der Geschichte angehört. Zu den Leitanträgen „Zukunft des ländlichen Raums – Politik für ein Deutschland der Regionen“ und „Politik für eine nachhaltige und leistungsfähige Landwirtschaft“ trug die Junge Union im Landesverband Oldenburg mit Anträgen zu einer Novelle der Düngeverordnung oder der Forderung nach Optimierung des Personennahverkehrs im ländlichen Raum bei, die ebenfalls von den Delegierten angenommen wurden.

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